Mitteilungsblatt der Gemeinde Hochdorf Nr. 5 vom 28. Januar 2015

Mitteilungsblatt der Gemeinde Hochdorf Nr. 5 vom 28. Januar 2015

VEREINSNACHRICHTEN

Flüchtlingshelferkreis Hochdorf

Wir möchten uns für das große Interesse und für die rege Teilnahme am vergangenen Mittwoch bei allen die dabei waren, recht herzlich bedanken.
Die Ideen und vor allem Eure konkrete Bereitschaft, am Helferkreis mitzuwirken, sind hervorragend. Wenn wir mit diesem Tatendrang bei der Sache bleiben, kann in der Gemeinde etwas Nachhaltiges entstehen.

Das Team zur Zusammenstellung des Willkommenspaketes ist bereits an die Arbeit gegangen und die Verteilung der Aufgabenfelder wurde vorgenommen.

Wie vereinbart werden wir uns am 26.02.2015 um 20:00 Uhr zum nächsten Treffen im Vereinsheim zusammenfinden. Sollten sich Änderungen ergeben werden wir Euch rechtzeitig informieren.

Thomas Booch & Günther Huchler
(Helferkreis-Hochdorf@gmx.de)

Schwäbische Zeitung Lokalteil Biberach vom 27.01.2015

Schwäbische Zeitung Lokalteil Biberach vom 27.01.2015 von Katrin Bölstler

Bürger gründen Helferkreis

Rund 60 Hochdorfer zeigen großes Interesse, Flüchtlinge im Ort willkommen zu heißen

Hochdorf sz Damit hatte keiner gerechnet: Rund 60 Bürger sind zu dem Gründungstreffen des Helferkreises Hochdorf gekommen, um mitzumachen oder sich zu informieren. „Dass so viele Menschen aus Hochdorf Interesse daran hätten, sich für Flüchtlinge zu engagieren, hätten wir nicht gedacht“, freut sich Thomas Booch, einer der beiden Organisatoren.

Gemeinsam mit seinem Gemeinderatskollegen Günther Huchler hatte Booch zu diesem Treffen eingeladen. Schon lange ist bekannt, dass die Kommune 2015 deutlich mehr Flüchtlinge aufnehmen wird als bisher. Zurzeit leben in der Unterkunft in Unteressendorf nur fünf Personen aus Serbien, China, Pakistan und weiteren Ländern. Woher die neuen Flüchtlinge kommen werden, ist noch nicht klar.

Jeder tut, was er kann

Bei dem ersten Treffen ging es gleich ans Eingemachte: Jeder konnte in einem Fragebogen angeben, wie er sich gern engagieren würde. Danach teilte sich die Anwesenden in Arbeitsgruppen ein, die sich in den nächsten beiden Wochen erneut treffen werden. Eine Arbeitsgruppe organisiert und verwaltet benötigte Sach- und Geldspenden.

Die zweite Gruppe kümmert sich um Alltagshilfen. Das können kleine Fahrdienste oder eine Begleitung bei einem Behördengang sein. Mehrere ehemalige Lehrer haben sich bereiterklärt, künftigen Flüchtlingen Deutsch beizubringen. Um sich in den ersten Wochen zu verständigen, werden Übersetzer für alle möglichen Sprachen gesucht.

Eine weitere Gruppe bastelt an einem internen Kommunikationsnetz, sodass jede Gruppe für sich selbstständig arbeiten, aber dennoch stets mit den anderen Mitgliedern kommunizieren kann. Eventuell, sagt Booch, werde es sogar eine eigene Internetseite geben.

Paten für Familien

„Dieses erste Treffen hatte einen absolut positiven Tenor, alle waren bereit, sofort loszulegen“, sagt er. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass mehrere Bürger bereit sind, als Paten zu fungieren, also direkter Ansprechpartner für eine Familie oder Einzelperson sein werden. In dieses Projekt sollen auch die Flüchtlinge mit einbezogen werden, die bereits in Unteressendorf leben. Da Booch und Huchler bisher erst mit einer der fünf dort lebenden Personen reden konnten, werden die beiden Gemeinderäte erneut den Kontakt mit diesen Menschen aufnehmen. „Auch wenn diese Asylbewerber zum Teil schon länger bei uns leben, wurde uns ja schon klar signalisiert, dass auch sie unsere Unterstützung gebrauchen können“, erklärt Booch.

In zwei Wochen soll es ein weiteres Treffen geben. Bis dahin werden sich alle Arbeitsgruppen einzeln treffen. Einige der Freiwilligen werden sich bis dahin auch Gedanken machen, wie ein „Willkommenspaket“ aussehen könnte. Die Ideen reichen von einem vollen Kühlschrank bis hin zu einfachen Orientierungshilfen, wie Busfahrplänen. Bis die ersten neuen Flüchtlinge in Hochdorf eintreffen, wollen die Ehrenamtlichen so gut wie möglich vorbereitet sein.

Jeder, der Interesse hat, im Helferkreis mitzumachen, kann den Initiatoren eine E-Mail schreiben: helferkreis-hochdorf@gmx.de

Schwäbische Zeitung Lokalteil Biberach vom 21.01.2015

Schwäbische Zeitung Lokalteil Biberach vom 21.01.2015 von Katrin Bölstler

Flüchtlinge mehr im Alltag unterstützen

Am Mittwoch sind alle Hochdorfer eingeladen, die sich hierfür ehrenamtlich engagieren wollen

Hochdorf sz Immer mehr Flüchtlinge leben unter uns, sind jedoch auch nach vielen Monaten nicht Teil der Gemeinschaft. Um das zu ändern, gibt es bereits in vielen Städten ehrenamtliche Initiativen, die die Asylbewerber unterstützen und bestenfalls integrieren. Auf Initiative der beiden Gemeinderäte Thomas Booch und Günther Huchler gibt es am Mittwoch, 21. Januar, um 20 Uhr im Vereinsheim des TSV Hochdorf ein erstes Informationstreffen, um zu klären, ob eine solche Initiative auch in Hochdorf entstehen könnte.

Seit Wochen sind die beiden Hochdorfer in der Gemeinde unterwegs, um ihre Idee publik zu machen. „Wir haben alle möglichen Leute angesprochen und fast überall positive Reaktionen erhalten“, berichtet Booch. Viele Menschen fühlten sich berührt von dem Schicksal der Flüchtlinge und würden gerne helfen. Der heutige Abend soll klären, welche Art von Engagement möglich ist und überhaupt von beiden Seiten gewünscht ist.

Um herauszufinden, was die momentan in Hochdorf lebenden Asylbewerber an Unterstützung benötigen, haben die beiden Gemeinderäte vor ein paar Tagen kurzerhand in der Anschlussunterbringung in Unteressendorf geklopft. Sie trafen von den dort momentan wohnenden fünf Personen eine an: eine Asylbewerberin aus Serbien. „Die Frau sprach sehr gut Deutsch und erzählte uns ganz offen, was sie bewegt und was sie sich wünscht“, sagt Booch.

Laut seinen Recherchen leben in der Unterkunft zudem ein Chinese, ein Pakistani und zwei weitere Personen. „Unser Flüchtlingsbild ist aufgrund der Berichterstattung sehr stark in Richtung Syrien geprägt, doch die Syrer sind nicht die einzigen, die unsere Unterstützung brauchen“, so der Gemeinderat. Auch woher die neuen Flüchtlinge kämen, die Hochdorf voraussichtlich 2015 zugewiesen werden, sei nicht klar.

Sein und Huchlers Ziel ist es, sich gemeinsam mit den anderen Freiwilligen zu organisieren und sowohl kurz- als auch langfristige Ziele für den Dialog mit den Flüchtlingen in Hochdorf zu entwickeln. „Das Erlernen der deutschen Sprache steht dabei an oberster Stelle“, sagt Booch. Schon jetzt hätten mehrere Lehrer aus der Gemeinde ihre Bereitschaft signalisiert, die Asylbewerber in ihrer Freizeit zu unterrichten. Kurzfristig sei es jedoch auch wichtig, den neu Angekommenen vor allem den Alltag zu erleichtern, für die Waschmaschine in der Unterkunft eine Gebrauchsanweisung in der jeweiligen Muttersprache zu besorgen oder zum Beispiel einen Fahrdienst zum Arzt zu organisieren.

Jeder, der Interesse an diesem Thema oder Ideen hat, wie die Asylbewerber besser integriert werden könnten, ist um 20 Uhr ins TSV Vereinsheim eingeladen. Wer verhindert ist, kann den Initiatoren eine E-Mail schreiben: helferkreis-hochdorf@gmx.de

Mitteilungsblatt der Gemeinde Hochdorf Nr. 3 vom 14. Januar 2015

Mitteilungsblatt der Gemeinde Hochdorf Nr. 3 vom 14. Januar 2015

VEREINSNACHRICHTEN

Flüchtlingshelferkreis der Gemeinde Hochdorf

Wir möchten ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, welche in ihrem Heimatland wegen ihrer Religions- und Volkszugehörigkeit und/oder ihrer politischen Einstellung an Leib, Leben und Gesundheit bedroht sind oder verfolgt werden, während Ihres Aufenthalts in der Gemeinde Hochdorf dabei unterstützen, eine „Ersatzheimat“ zu finden.
Zusätzlich möchten wir evtl. Bedenken und Vorbehalten aus der Gemeinde entgegentreten und gemeinsam mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürger ausräumen.
Hierzu benötigen wir Hilfe aus der Gesamtgemeinde.
Egal ob Privatpersonen oder Vereine: Jeder kann Hilfe leisten.
Wer Interesse und Ideen zu diesem Thema hat, wer sich einbringen und helfen möchte, der kann am 21.01.2015 um 20:00 Uhr ins Vereinsheim des TSV Hochdorf kommen.
Hier möchten wir gemeinsam mit allen Beteiligten die Idee weiter ausbauen und konkretisieren.
Wir würden uns sehr über Ihr Kommen freuen.
Thomas Booch und Günther Huchler